Leserbrief zur Podiumsdiskussion Mobilität

Wenn die Stadt (wir alle) ihre hochgesteckten klimapolitischen Ziele erreichen will, dann wird die Frage, wie Mobilität künftig gewährleistet werden soll, eine herausragende Rolle spielen. Denn im Verkehrsbereich stecken große Potentiale, die klimagefährdenden CO2-Emissionen zu verringern; und er ist zugleich der Bereich, in dem bislang am wenigsten erreicht worden ist. Leider auch in Tübingen.

Wenn dann zu diesem Thema eine Podiumsdiskussion stattfindet, sollte man erwarten, dass dieses Thema so ernst genommen wird, wie es ist – und dass sich dies auch in der Berichterstattung niederschlägt. Ist es vorstellbar, dass sämtliche Befürworter der Regionalstadtbahn es versäumt hätten, das Projekt auch ordentlich zu begründen? Denn lesen konnte man davon nichts.

Deshalb sei es noch einmal kurz nachgetragen: Die Regionalstadtbahn kann für viele der insgesamt 50.000 Personen, die täglich zur Arbeit, zum Studium oder als Besucher des Klinikums nach Tübingen einpendeln, eine Alternative zum privaten PKW werden. Eine schnelle, komfortable Verbindung, direkt von den Haltepunkten in der Region und innerhalb Tübingens umsteigefrei zu den Hauptzielen des Pendlerverkehrs, zum Klinikum, aber auch zur Altstadt und zur Universität, zum Tal-Klinikum, zur Morgenstelle und der BG, zum Technologiepark und nach WHO – das kann für viele ein Grund sein, das Auto stehen zu lassen, zu Hause oder am Bahnhof in der Region. Wer das tut, befördert damit drei Ziele zugleich: raus aus dem Stau; weniger Stickoxide; und vor allem weniger klimaschädliches CO2. Daran sollte uns allen gelegen sein; und daran müssen sich andere Mobilitätskonzepte messen lassen.

Dietmar Schöning, Tübingen, Vorsitzender der FDP-Gemeinderatsfraktion

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